Monatsarchiv: August 2008

Eine echte Herausforderung

So richtig spannend wurde es, als ich an einem schönen warmen Sommertag, aufs Fahrrad schwingend Richtung ersten Stadt Cache aufbrach.

Ohne GPS Gerät,  wollte ich mein Glück versuchen. Zuvor bei geocahing.com eingeloggt, um die Koordinaten zu sichern. Interessanter Weise zeigten die Makierungen, die ich im Anschluss, in der Google Map Ansicht sah, direkt auf eine stark befahrene Straße. Gut, das es Sonntag ist, dachte ich mir und kam nach einigen Kilometern am Standort an.

In der Beschreibung des Caches stand: … „Naturprodukt-magnetisch“… ― So, so, ein magnetischer Schatz , das wusste ich also schon mal (-:

Naturprodukt konnte mit dem Museum zusammen hängen, das sich direkt an der Straße befand, auf die die Ortsmarke zeigte . Sagen wir mal, es handelte sich dabei um ein Handwerks-Museum, so viel sei an dieser Stelle doch verraten.

Auf dem Vorplatz des Museums radelte ich zunächst an zwei Schaukästen vorbei, denn das schien die einzige Stelle, an den ein Magnet-Cache haften konnte. Ich fühlte unterhalb der Kästen und ertastet tatsächlich etwas hartes.
Ohhh, der Cache…, mein Herz hämmerte, denn Dummerweise liefen auf dem Trottoir unzählige Sonntags Spaziergänger hin und her. Zu allem Überfluss, übte auch noch ein geduldiger Opa mit seinem Enkel, das Fahrrad fahren. Also nix mit schnellem Cachen und Loggen.

Ich musste mir was einfallen lassen, wie ich an das Objekt, ohne aufzufallen, herankam. Also erst einmal eine Museums-Bank aufgesucht, hingesetzt und nachgedacht.

Letztendlich habe ich mein Rad an die Stelle des Schaukasten geschoben, so getan, als hätte ich einen Schaden und dann in einen, vom Großvater unbeobachtem Moment schnell zugegriffen. Das war spannend, mein Blutdruck stieg in die Höhe (-:
(Opa hatte nichts bemerkt).

So weit so gut, den Cache hatte ich. Wieder zurück auf die Bank und das Röhrchen geöffnet. Wie meistens, befindet sich außer dem Logbuch nichts weiter in einem Magnet-Cache.

Geloggt hatte ich also, nun wieder zurück zu dem Schaukasten. Opa war immer noch da, aber in der Zwischenzeit ist Oma dazu gekommen und Großvater war mehr als beschäftigt (-:

Also wieder das Fahrrad an den Kasten gelehnt, in die Hocke gegangen, den Schatz zurück gehängt und, was soll ich sagen: glücklich nach Hause geradelt!

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Das Relikt aus der Trias

Neulich ging’s mit meinem Fall mit Freund, Auto und GPS Gerät raus zur nächsten Jagd.

Unser Objekt der Begierde führte uns etwas weiter weg, genauer gesagt in die Mitte von Hessen.

Es handelte sich dabei um einen  Cache, der in Anlehnung an die unschöne Zeit des Terrorismuses in Deutschland erinnern sollte. Besser gesagt, der in der Nähe eines ehemaligen RAF Depots versteckt wurde. Keine Angst, das ist lange her und es hat uns auch niemand erschossen oder entführt (-:

Das GPS Gerät, zuvor gefüttert mit den üblichen Koordinaten, lotste uns zu einem kleinen Autobahnparkplatz. In der Beschreibung stand geschrieben: „findet einen Stromkasten und notiert die Angaben/Zahlen auf dem Aufkleber“. Da auf dem Aufkleber nichts weiter stand als die Hausnummern einer Meisterei, notierten wir diese.

Wie Ihr euch schon denken könnt, handelte es sich um ein Multi Cache. Wie immer wurden die Werte in eine Formel eingegeben, etwas gerechnet und neu ins GPS einprogrammiert. Das Programmieren übernimmt dann meistens doch mein Freund. Nicht das ich technisch unbegabt wäre, ─ ganz im Gegenteil, aber die Benutzerführung des Gerätes lässt zu wünschen übrig. ‚ Muss also dann nicht sein (-:

Der neue Koordinaten schickte uns in ein angrenzendes Waldgebiet.
…Was stand da noch mal in der Cach-Beschreibung? „Sucht einen Dinosaurier“! Wen??? Hmm ─… Na gut, also suchten wir. Und tatsächlich fanden wir eine Wurzel, die einem Dino so richtig ähnelte. Super, ein „echtes“ Überbleibsel, aus einer vergangen Epoche.

Dino Cache Fund

In der Cache-Box befanden sich u. a. einige schöne Travel-Bugs, die auf eine Reise mitgenommen werden wollten.

Inhalt Dino Cache - Coins und Travel Bug

Da wir aber wie meistens, nur nach Hause gefahren sind und leider nicht in den Urlaub, habe ich die Münzen liegen gelassen und einfach nur geloggt.

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Die Sache mit der Leiche (2)

Einige Zeit später, packte uns das Fieber erneut. Die neu errechneten Koordinaten für den nächsten Punkt hatten wir bereits im Web ermittelt. Und los ging’s!

Wir schalteten unser GPS Gerät ein, ─ die Markierung führte uns direkt in ein „Industriegebiet“. Besser gesagt auf einen großen öffentlichen Parkplatz. Es ging über einige leere Parkflächen, bis uns unser digitaler Freund mitteilte, noch 6 Meter bis zum Endpunkt. Wir waren also kurz vorm Ziel, so dachten ich.

Aber so einfach war es dann doch nicht. Wir fanden zunächst eine interessante Zeichnung mitten auf einer Parkfläche. Diese deutet in Richtung Baum.

Cache Hinweis

Mein Herz schlug höher! Hatten wir die Beute entdeckt, die der Bankräuber, noch kurz vor seinem Niederstrecken verstecken konnte? Und tatsächlich, direkt am Baumstamm hatte jemand ein Kästchen angebracht. (Was den Leuten alles so einfällt).
Schnell hatte ich das Gehäuse geöffnet. Doch eine Beute sah ich nicht. Stattdessen nur einen weiteren Hinweis. Ich war mehr als enttäuscht!

Auf dem Hinweis Zettel stand geschrieben: 42 N 22 E. Wie? Was?
Wir überlegten und gingen 42 Meter gen Norden und 22 Meter gen Süden, landeten in einem Brombeerstrauch und suchten und suchten. Besser gesagt ich stocherte mal wieder im Gebüsch herum.
Leider vergeblich! Also mal wieder Vertagen angesagt, denn es wurde erneut zu dunkel…(-:

Zwei Tage später, den Schatz immer noch nicht in den Händen, ging
es erneut los. Schnell zwischen Abend-Essen-Gehen und anschließendem Ausruhen, sollte es endlich klappen.

Also wieder „zurück auf Los“, vielleicht hatten wir etwas übersehen!
Am Parkplatz angekommen, merkten wir, dass wir nicht die einzigen in der Gegend waren. In der Ferne sahen wir Personen, die direkt an der Leiche standen. Super ─, dachte ich mir noch , weiter Cacher unterwegs.
Nix wie hin!

Doch plötzlich, schrie eine hysterischen Frau, wir sollen stehen bleiben. Und was soll ich sagen, um die Ecke kam ein zähnefletschender Kampfhund auf uns zu gerannt. Na toll!

Schnell verbiss sich dieses „Monster“ in die Hose meines Freundes. Ich stand hinter ihm und konnte nicht fassen, was wir da gerade erleben.

Glücklicherweise, hörte dieser Hund auf seine Besitzerin, die schnellen Fußes ebenfalls auf uns zu stürmte. Es kam zu einer hitzigen Diskussion…, der Hund war bereits sicher am Halsband von „Frauchen“ geparkt. Von Einsichtigkeit bei ihr keine Rede ─, im Gegenteil, letztendlich machte sie uns Vorwürfe, was wir hier zu treiben hätten. Unglaublich!

Lange Rede kurze Sinn. Mein Freund hat kleinere Blessuren davon getragen und den Cache, diesen wirklich tollen Multi Cache, den haben wir aufgegeben (-:

Aber abgeschreckt hat mich/uns das natürlich nicht!

Lese auch:
Die Sache mit der Leiche (1)

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Mach Dich klein

Neulich, an einem schönen Sommertag, packte mich das Fieber erneut und ich wollte unbedingt einen Schatz bergen. Wie so oft, habe ich mich auf mein „verhasstes“ Rad geschwungen und bin zu den Koordinaten gefahren, die ich zuvor aus dem Internet ermittelte.
Diesmal hatte ich eine längere Fahrt vor mir und so wurde zur Stärkung etwas Wasser und Proviant eingepackt. Das war auch nötig, wie sich später herausstellte.

Die Koordinaten führten mich in die Nähe eines Weihers oder besser gesagt direkt zu einem Seniorenheim. Etwas verwundert war ich schon, denn auf Privatgelände dürfen i.d.R. ohne Genehmigung keine Caches versteckt werden. Oooch ―, dachte ich so bei mir, fährst Du trotzdem mal durch das offene Tor des Altenheims.

Und wie ich da so fuhr und mir die nette Behausung der alten Menschen ansah und natürlich Ausschau hielt nach meinem Cache, sprach mich ein Mann an.

„’Machen Sie denn hier?“ „Äh, wer ich?“ „ Ja, Sie“. „Ich wollte mich nur mal umsehen, nett haben Sie es hier.“

„So, so, nur umsehen?, Oder suchen Sie etwa das, was alle anderen vor Ihnen auch gesucht haben?“ „Was denn gesucht?“ Ich stellte mich mal lieber etwas naiv. „Na das Casch!“ Das CASCH???“. „Ja“, erwiderte der leicht gereizte Herr. „Das Casch liegt hier nicht, sondern am Wasser“. Guter Hinweis, dachte ich mir. Woher er von dem Cache wusste, wollte ich gar nicht wissen und schon gar keine Fragen beantworten, deswegen verabschiedete ich mich höflich, aber bestimmt. (-:

Also wieder zurück zum Weiher. Na gut —, das ich was zum Trinken dabei hatte, bei der Hitze an dem Tag.

Am See angekommen, habe ich mich wie wie so oft gleich ins Gebüsch gestützt. Und ruck zuck kam das Oster-Eier-Such-Feeling wieder auf. Einfach schön!

Nach ca. 30 Minuten fand ich immer noch nicht was ich suchte.
Also schnell einen Blick auf mein internetfähiges Handy, bzw. auf die einschlägige Webseite „geworfen“ und ich wusste Bescheid. Mach dich klein… stand da als Tipp. Ja, toll und wo?

Nach kurzem Überlegen kam mir ein Geistesblitz , denn ich sah eine Steinskulptur. Nix wie hin, dachte ich bei mir. Ich setzte mich auf dieses kleine Gebilde, machte mich klein, beugte mich nach unten und drehte einen mittelgroßen Stein um.

Und siehe da, dort unter dem Stein befand sich eine kleine helle Dose, mit Inhalt.

Mein Herz hüpfte vor Freude. Der Cache war mein!

Natürlich, wie immer zu erst das Log-Buch geschnappt und „geloggt“ (eingetragen). Etwas zum Tauschen gab es auch. Fein!

Doch leider nur so merkwürdiges Zeug… Was die Leute alles so eintauschen: z.B ein Gummi-Kamel (-: und ähnliche Peinlichkeiten…
Ich für mein Teil habe eine mini Tafel Milka-Schokolade hineingelegt und die Dose wieder luftdicht verpackt. Der Stein liegt gut geschützt im Schatten, kann also nicht all zu viel passieren, wenn einmal die Sonne darauf scheint, wenn sie scheint…!

Nach dem Verstauen des Caches, noch schnell etwas getrunken/verspeist und glücklich wieder nach Hause geradelt.

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Ein echter Drive-In

Einen sogenannten Drive-In Cache, hatte ich noch nicht in meiner bescheiden Sammlung. Unter diesem „Katz und Maus Spiel“ versteht die Community einen Cache zu bergen, der direkt mit dem Auto zu finden ist.

Interessant, dachte ich mir —. Einmal weniger mit dem verhassten Rad, sondern diesmal komfortabel mit dem Auto direkt zum Fundort! Super (-:

Wir hatten das Auto doch einige Meter weiter weg, der angegeben Koordinaten geparkt und sind die letzte Meile zu Fuß gelaufen. So richtig vorstellen konnte ich mir zunächst nicht, wie einfach es ist, nur die Türe auf zumachen. Und schwups den Schatz in den Händen zu haben.

Aber letztendlich war es das auch; was wir zu Fuß erledigt haben, erledigen andere sicherlich auf o.b. Wege.

Die magnetische Cache-Box lag hang sicher verpackt an einer Autobahnbrücke. Allerdings war diese stark frequentiert. (Der Geocacher bezeichnet nicht geocachende Menschen allgemein hin als „Muggel“).
Davon liefen auch gestern einige herum. Aber das stellte kein Problem für mich/uns dar. Mit einem beherzten Griff, war der Schatz mein/unser (-:

Travel Bug mit Ziel Olympische Spiele 2008

Danach schnell auf eine Treppe gesetzt, geloggt und sicher zurück gehängt. Wie immer schlug mein Jagd-Herz in die Höhe!

Interessant an diesem Cache war der Inhalt. Diesmal verbag sich ein sogenannter Travel-Bug in der Box. Dies Art von Cache wird immer auf die Reise geschickt. Er soll in einer bestimmten Zeit, eine gewisse Strecke hinter sich gebracht haben. Der Auftrag des Caches in der Box lautete: „Bringe mich zu den Olympischen Spielen“. (s. Foto).

Den Wunsch konnte ich ihm leider nicht erfüllen, denn meine Wege führen mich nur nach Hause…(-:

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Die Sache mit der Leiche (1)

Vor einigen Wochen, war ich das erste Mal mit meinem Freund beim Cachen. Er hatte dafür einen besonders interessanten Multi-Cache für unsere erste Tour herausgesucht. Hier sollte auch zum aller ersten Mal sein GPS Gerät zum Einsatz kommen. Ich war sehr gespannt, was uns erwartete!

Die Hauptaufgabe bestand darin, einem erfundenem Täter auf die Spur zu kommen. Dieser wurde von der Polizei durch die halbe Stadt gejagt und erschossen (-:
Zuvor hatte er irgendwo seine Beute verloren. Diese galt es nun zu finden. Soweit zum Hintergrund der fiktiven Geschichte.

Findet in einem Park einen gewissen Phillip F. und errechnet sein Alter. Tragt die Zahl in die Formel ein. So stand es in der Geocaching-Aufgaben- Beschreibung geschrieben.
(Ein fiktives Formel-Beispiel findet ihr hier in meinem Blog )

Gesagt, getan. Also angesprochenen Herren in steingemeiselt entdeckt und brav alles ausgerechnet und notiert. Nächste Station: zählt die Stufen eines Stein-Bogens innerhalb der Parklandschaft. Auch diese Aufgabe hatten wir schnell erledigt.

Nun ging es über die Straße zur nächsten Herausforderung. Es galt einem „Monster“ auf die Schliche zu kommen und auch hier einen Zählvorgang zu starten. Gesagt, getan, notiert und gerechnet.

Wir hatten also bereits nach 2 Stunden Einsatz insgesamt drei Aufgaben gelöst und errechnet. Die neuen Koordinaten, die es zu finden galt, waren also unser.
Langsam wurde es dunkel und vor allem kalt. Ich wollte eigentlich nach Hause, mein Freund nicht (-: Er überredete mich noch ein wenig durchzuhalten und lieh mir ritterlich seine Jacke.

Nun also, mit besagen neuen Koordinaten ging es Richtung Norden. Wir liefen und liefen, es wurde dunkler und dunkler, bis wir mitten in der Pampa standen. Wir merkten schnell, hier stimmt was nicht, wir mussten uns irgendwo verrechnet haben. Also brachen wir die Aktion ab…

Lese auch:
Die Sache mit der Leiche (2)

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500 Meter südwestlich

Gestern ging es, ausgestattet mit modernster GPS Technik und meinem Freund an der Seite, auf zum nächsten Cache. Es handelte sich dabei um einen sogenannten „Multi Cache“. Ein Multi Cache beinhaltet immer zunächst ein kleiner oder größere Aufgabe, die es zu erledigen gilt.

Zunächst galt es, mit den Koordinaten aus dem Internet, die erste Station aufzuspüren.
Dabei handelte es sich um eine Grenzline zweier aneinander angrenzenden Städte.

Im Cache-Auftrag stand geschrieben: ein Klingelschild zu finden, dort befindliche Zahlen in eine vorgegebene Formel einzutragen und auszurechnen.

Die nun neu ermittelten Koordinaten, sollten uns zum eigentlichen Cache führen.

Hier dazu ein fiktives Formel-Beispiel:

N 50° 06. (B+C) 86
E 007° 43. (D+A) 18

B = Anzahl der Buchstaben auf Schild 1
C = Anzahl der Buchstaben auf Schild 2
D = Zahl

Flink gerechnet und das GPS Gerät auf die neuen Werte umgestellt ging es zunächst in die „falsche Richtung“, bis mir, oh ha, auffiele, dass wir zwar auf der richtigen Höhe waren, es aber zum angegeben Punkt keine Querverbindung gab.

Also noch einmal zurück, um dann 500 m südwestlich, unter einer Brücke durch, links in ein Waldgebiet einzubiegen. Dann hieß es, noch 300 m, noch 100 m, (wir waren richtig (-: ), noch 50 m noch 6 m… Kurz umgeschaut, ein Griff in einen alten Baumstamm und der Cache war mein/unser.
Juhu, das ging super schnell! Ohne im Gebüsch herumzukriechen (-;

Cache Box mit Logbuch und Stift

Als ich allerdings die Dose mit dem Log-Buch und dem restlichen Inhalt in den Händen hatte, durchfuhr mich nur ein Gedanken: TUCH, TUCH. Wer Monk kennt, weiß was ich damit ausdrücken möchte. Meine Hände haben so schrecklich nach undefinierbarem Zeug gerochen, dass wir ganz schnell „geloggt“ und die Dose blitzartig begraben haben. Seitdem führe ich immer Feuttücher beim Cachein  mit mir…(-:

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